RETTET DIE REESE!

JETZT handeln, Online-Petition zeichnen:

RETTET DIE REESE – SAVE REESE!

Jede einzelne Stimme ist wichtig – sagen Sie es Ihrer Familie, Ihren Nachbarn, Freunden, Kollegen und Kolleginnen weiter,
damit ein wichtiger Baustein unserer Stadtgeschichte erhalten bleibt.

Quelle: DIE LINKE Augsburg, 31.03.2020

Abbrucharbeiten auf dem dem Reese-Gelände Ost stoppen

Die begonnenen Abbrucharbeiten auf dem Reese-Gelände Ost müssen sofort gestoppt werden!“, so unsere neu gewählte Stadträtin Christine Wilholm. Die Gebäude mit Kradhalle und Bombig, das Reese-Thester sowie dem früheren „Kantine“-Klub müssen stehen bleiben und weiter als Ort der Stadtteilkultur genutzt werden, als Bürger*innenhaus, für Vereine, Jugendsozialarbeit, Seniorentreff. Bei Kradhalle mit dem „Bombig“ und dem Reese-Theater wurde bereits mit Innen- und Fassadenarbeiten begonnen, doch noch sind sie zu retten.
‚Machen wir nicht den selben Fehler wie damals mit dem Hasenbräugelände“, so Wilholm weiter „rauben wir nicht einem weiteren Ort in unserer Stadt die Erinnerung an vergangene Zeiten. In der Kammgarn hat es doch auch funktioniert, in den Bestandsgebäuden Orte der Kultur und der Erinnerung zu schaffen. Das Reese-Areal ist ein ebenso geschichtsträchtiger Ort. Schaffen wir keine unwiderbringbaren Fakten durch vorschnellen Abriss, der Bebauungsplan von 2009 muss geändert, die letzten alten Gebäude gerettet werden!“

PM 31.3.2020

Reese-Kaserne,
gebaut als Reiterkaserne der Wehrmacht,
dann Camp of Displaced Persons, Lazarett, US-Kaserne, University of Maryland, Kulturquartier –
85 Jahre prägende Zeitgeschichte

Nach wie vor sind wir davon überzeugt, daß man hier benötigten Wohnraum schaffen und zugleich die historischen Strukturen erhalten kann. Dieses mittlerweile einzigartige Ensemble von Funktionsgebäuden am historischen Platz kann saniert und sinnvoll umgenutzt werden, ob als Wohnraum oder für diverse andere Zwecke: sozial, wirtschaftlich, kulturell.

Ein Baustein der Zeitgeschichte, erzählende Gebäude, die aber einer Modernisierung oder einem Neubau nicht im Wege stünden, sondern dieses Quartier aufwertend ergänzen würden.
Als wir erstmalig in einem AZ-Artikel im Februar davon hörten, daß der veraltete B-Plan tatsächlich revidiert werden soll im betreffenden Areal, was wir immer forderten, und es im Vorfeld sogar einen Architektenwettbewerb geben wird, weckte dies Hoffnung auf einen Erhalt und eine Integration des Bestands in das Neubaugebiet. Der Appell letzten Jahres an die Stadt, hier mit ihrem Erbe sorgsam und angemessen umzugehen, den Bestand zu erhalten, schien umsetzbar. Aber der Auftrag zum Abbruch der Gebäude wurde am 2.3.2020 dennoch vergeben, trotz unserer intensiven Bemühungen um Aussetzen oder Aufschieben.
Obwohl nun erst ein Wettbewerb stattfindet und Baubeginn frühestens in fünf Jahren ist, will man weiter Fakten schaffen und es dem neuen Stadtrat somit verwehren sich für Neuplanungen zusammen mit dem historischen Bestand Spielräume offen zu halten. Der Wettbewerb könnte Lösungen erarbeiten, wie die ortstypischen, städtebaulich wichtigen und zeugnishaften Strukturen als aufwertende Qualität ins Viertel integriert werden könnten, ohne auf den benötigten Wohnraum verzichten zu müssen.

Diese wäre eine Chance für dieses noch in städtischer Hand befindliche Areal, die berechtigte Erinnerung und Lesbarkeit von Geschichte mit Modernisierung und Durchmischung zu verbinden. Hier könnte der neue Mittelpunkt von Kriegshaber entstehen. Im Westen Augsburgs, der mit seinen ehemals drei großen amerikanischen Kasernen und großen Wohngebieten 50 Jahre gemeinsames deutsch-amerikanisches Miteinander vorlebte.
Diese wichtige Epoche soll zum 75. Jahrestag der Befreiung und trotz vielfältiger Rettungsversuche ohne jede Not ausgelöscht werden, das einmalige Bauensemble am kastanienumstandenen Platz soll für immer verschwinden.

Bagger an der Kradhalle, 27. März 2020, Foto: Norbert Pudlitz

Plötzliche Änderung des Zeitplans beim Rückbau Reese!?

Soeben erreicht uns die Nachricht, daß Samstag Vormittag, 28.3., innerhalb der Kradhalle ein großer Bagger arbeitet und anscheinend Entkernungsarbeiten o.ä. vornimmt.
Laut offiziellem Rückbauplan der AGS stünden aber für dieses Gebäude erst ab Mai Schadstoffsanierungen an, Entkernungsarbeiten dann ab Anfang Juli.
Auch in der Kantine sind Arbeiter der Abbruchfirma schon seit Mitte März tätig, obwohl für dieses Gebäude Schadstoffsanierung erst ab April und Entkernungen ab Mai bis Juni angegeben werden.Warum diese plötzliche Änderung der Abläufe? Sollen so noch schneller irreversible Fakten an den umkämpften Gebäuden geschaffen werden, die eine eventuelle Sanierung gänzlich unmöglich machen, da Schäden gemacht werden, die nicht mehr auszugleichen sind? Es somit dem neuen Stadtrat, der erst ab Mai zusammentritt, vollkommen unmöglich werden, die Bestandsgebäude in die vorgesehenen Neuplanungen miteinzubeziehen und durch den Architektenwettbewerb Lösungen und Entwürfe zu bekommen, die den Erhalt des historischen Bestands zusammen mit dem nötigen Wohnungsneubau als machbar erarbeiten? Was übrigens unserer Meinung nach problemlos ginge, wenn man höhergeschossig baut und Wohnraum teilweise auch im Bestand schafft.
Übersichtsplan der AGS mit vorgesehenen Zeitfenstern der Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen an der Reese-Kaserne (Quelle: AGS)

Weber, Wurm und Wahlversprechen

Vor der Stichwahl des Augsburger Oberbürgermeisters fordert die FDP die beiden Kandidaten Eva Weber (CSU) und Dirk Wurm (SPD) auf, sich in der Diskussion um die Zukunft der historischen Kasernengebäude auf dem Reese-Areal zu ihren zentralen Wahlversprechen zu bekennen.

Zum Bericht in der Stadtzeitung

Es ist ein Skandal!

Unglaublich, was hier gerade geschieht.

PM 16.3.2020, zur neuesten Entwicklung  in der Reese

Vorigen Dienstag erhielt der Stadtrat Hr. Wagner, Aufsichtsratmitglied der AGS, von Geschäftsführer Dr. Hoppe die Auskunft, daß diesem keinerlei Termin für Beginn der Abbrucharbeiten in der Reesekaserne bekannt seien. Hr. Wagner hatte sich auf unsere Bitte hin um Informationen bezgl. drohender Abrisse bemüht und hierzu den Geschäftsführer der Wohnbaugruppe am Dienstag telefonisch kontaktiert, um etwas über möglicherweise zeitnah anstehende Termine zu erfahren.

Entgegen dieser Auskunft, daß Hrn. Hoppe keinerlei Termin bekannt sei und der Aussage von Hrn. Wagner, daß es wohl kaum möglich sei, daß Abrisse begonnen würden, ohne daß der Geschäftsführer der fürs Gelände zuständigen AGS hiervon wüßte, beginnt heute die Abbruchfirma Kreppold mit vorbereitenden Tätigkeiten auf dem Gelände. Der laut inoffiziellen Quellen schon länger feststehende und von uns immer befürchtete Abriss noch im März wird also stur weiterverfolgt, obwohl sich eine immer größere Zahl an Bürgern, Verbänden aber auch Politikern für den Erhalt, oder zumindest dessen Überprüfung, der gewachsenen Strukturen in Kriegshaber und deren Umnutzung und Integration ins Neubauquartier ausspricht.

Die immer wieder als Hauptargument herangezogene Behauptung, die Gebäude seien schadstoffverseucht und unsanierbar, ist nicht im geringsten korrekt. Wir fordern weiterhin dringend eine neutrale und transparente Überprüfung und bis dahin ein Aussetzen jeglicher Handlung, das vorzeitig irreversible Fakten schafft.

Nachdem der Baubeginn frühestens in 5 Jahren erfolgen soll und zuvor noch ein Architektenwettbewerb etabliert wird, muss den neu gewählten Stadtvertretern, Fachleuten sowie der aktiven Bürgerschaft die Option gegeben werden, den Bestand in die Planungen miteinzubeziehen und am historischen Exerzier-und Appellplatz durchmischte Funktionen und benötigte Nutzungen anzubieten. Für die Aufwertung des großen, bisher sehr monotonen, Neubauquartiers, für die Qualität des Viertels und darüber hinaus, für den Erhalt von ortstypischen, prägenden Geschichtsbausteinen von Kriegshaber und der neueren Zeitgeschichte Augsburgs!

Die Fraktion der Grünen hat bzgl. des Erhalts und Weiternutzung eine offizielle Anfrage gestellt, der Bund Naturschutz, auch Unterzeichner des letztjährigen offenen Briefes an die Stadt, hat das Baureferat und die Stadtplanung direkt angeschrieben, die SPD Fraktion will sich des Themas Reese und möglichen Erhalt annehmen, einzelne Teile der SPD kündigen aktive Unterstützung an, fast alle kleineren Parteien oder Wahlgruppen sprechen sich direkt für den Erhalt aus und wollen dies ebenso direkt unterstützen. Nur die CSU und ihr Baureferent halten an der in den 2000er Jahren eingeschlagenen Linie der Komplettabrisse fest und verweigern sich jeglicher Neubewertung.

Trotz Wohnungsbau auf dem Areal wäre es durch kluge und sensible Planung möglich, die historischen, ortstypischen Strukturen zu erhalten, die Spuren einer prägenden und ereignisreichen Epoche ablesbar zu halten und diese sogar als besondere Qualität für ein abwechslungsreiches und lebenswertes Umfeld zu integrieren.

Diese Woche hat sich zudem auch noch der Bund Naturschutz in einem direkten Schreiben ans Baureferat sowie die Stadtplanung gewandt mit der dringenden Aufforderung, hier keine irreversiblen Fakten durch Abbrüche und Fällungen zu schaffen bis die künftige Bebauung und Nutzung geklärt ist. Der BN bittet ebenso wie wir darum, dem neuen Stadtrat Möglichkeiten offen zu halten, die Bestandsgebäude miteinzubeziehen.

Endlich mal eine gute Nachricht – anscheinend keine zeitnahen Abrisse mehr zu befürchten!

Mit Kenntnisstand vom 15. März 2020

Diese Woche baten wir den SPD-Stadtrat Hrn. Wagner, designierter Aufsichtsrat der städtischen AGS,  um Auskunft zum drohenden Abriss von Reesetheater, Kantine und Kradhalle, insbesondere um Information bzgl. des konkreten Termins für den Beginn der Abbrucharbeiten auf dem Gelände in der Reesekaserne, von dem es aus inoffiziellen Quellen,  immer hieß, es würde jetzt im März begonnen werden.  Er wurde sofort aktiv, hierfür nochmal vielen Dank, und kontaktierte umgehend den Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg (WBG und AGS) Hrn. Dr. Hoppe, um die erbetene Auskunft zu erhalten. Dieser teilte mit, daß ihm zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Termin für einen Beginn der Abbrucharbeiten bekannt sei. Dies deckt sich auch mit der Auskunft von diesem Montag aus Reihen des  SPD-Fraktionsvorstandes, daß deren Vorsitzenden keine Info über einen anstehenden Abbruch vorliegt.
Dies macht uns Hoffnung, daß die Abrisse vorläufig nicht vollzogen werden und somit die Chance besteht, daß die neu gewählten Stadtvertreter in Ruhe die Umplanungen des betroffenen Teilareals angehen können und Spielräume und Optionen haben, den Bestand, also die gewachsenen historischen Strukturen des Stadtteils in das neu entstehende Quartier zu integrieren.
Diese Woche hat sich zudem auch noch der Bund Naturschutz in einem direkten Schreiben ans Baureferat sowie die Stadtplanung gewandt mit der dringenden Aufforderung, hier keine irreversiblen Fakten durch Abbrüche und Fällungen zu schaffen bis die künftige Bebauung und Nutzung geklärt ist. Der BN bittet ebenso wie wir darum, dem neuen Stadtrat Möglichkeiten offen zu halten, die Bestandsgebäude miteinzubeziehen.

Kein Luxus – Erhalt von Augsburgs letzten US-Kasernenensemble auf dem Reese-Areal

Pressemeldung vom 09. März 2020
Trotz neuerdings entspannter Zeitschiene – der Baubeginn an der Sommestraße wurde auf 2025 verschoben – hält man am zeitnahen Abriss von Kantine, Kradhalle, Reese-Theater und in etwas Abstand den Mannschaftsgebäuden fest. Ins Feld geführt werden hinlänglich bekannte Argumente: Die Bestandsgebäude würden der Wohnbebauung im Weg stehen, außerdem sei deren Schadstoffbelastung so hoch, dass eine Sanierung nicht in Betracht käme. Behauptungen, die nach uns vorliegenden Unterlagen und Gesprächspartnern nicht stimmen, von der Stadt nicht transparent offengelegt werden und somit nicht neutral überprüft werden können.
Wir fordern daher: ohne Offenlegung der Schadstoffbeprobungen und bis zur Konstituierung des neuen Stadtrates darf nicht abgerissen werden mit der Argumentation, es sei alles unrettbar verseucht!
Unserer Meinung nach muss der in Kürze neu gewählte Stadtrat die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Reese-Areal zu beschäftigen, und zwar mit der Möglichkeit, stadtprägende historische Strukturen miteinzubeziehen, damit ein Stadtviertel trotz Konversion seine Identität behält.

hier weiterlesen

Ist das Geschichte oder kann das weg?
Bericht der Süddeutschen Zeitung

Auf dem Augsburger Reese-Areal sollen die letzten US-Kasernen zugunsten von Wohnungen verschwinden. Eine Initiative will das historische Erbe bewahren – ohne Neubauten zu verhindern.

(weiterlesen in der Süddeutschen Zeitung, Beitrag von Florian Fuchs, 21.02.2020

ANMERKUNG: Bezüglich der vom Baureferenten behaupteten Unsanierbarkeit der Gebäude liegen uns Auszüge eines Schadstoffberichtes vor, die dies augenscheinlich widerlegen. Wenn die Stadt hier keine Fakten schaffen und die in Kürze beginnenden Abrisse aussetzen würde, könnte man dies transparent überprüfen und ergebnisoffen den Erhalt der Bestandsgebäude sowie die Einbindung der historischen Strukturen ins neue Quartier diskutieren.

Am 28. Februar 2020 hat auch die lokale Tageszeitung Augsburger Allgemeine über das Thema berichtet, den Artikel findet ihr hier. 
Hierzu errreichte uns nur Stunden später ein erster Leserbrief, ein weiterer folgte bald, wir freuen uns auf mehr.
Unabhängig davon, ob und was die AZ abdruckt, teilen wir hier gerne diese und weitere

LESERBRIEFE

»Last chance« für Reese

Das Ansinnen der Bürgerinitiative zum Erhalt des letzten Augsburger Kasernenensembles ist als „last chance“ dringend nötig. Auch in der Reese werden gewachsene, interessante Stadtstrukturen wider besseren Wissens zerstört. Was bleibt, ist eine urbane Brache, freigegeben zur x-beliebigen Bebauung wie draußen auf freiem Feld. Ergebnis: die gesichtslose Stadt. Die so oft ins Feld geführte Schadstoffbelastung ist ein nicht tot zu kriegendes Totschlagargument, dass auch 25 Jahre nach Beginn der Konversion in Augsburg noch zieht. Wenn es in den ehemaligen US-Kasernen wirklich nennenswerte – und nicht behebbare – Schadstoffprobleme gegeben hätte, dann wäre das Sheridan-Gebäude 134 heute kein Pferseer Kindergarten. Und die drei Blocks des ehemaligen Westkrankenhauses, ursprünglich ebenfalls Mannschaftsunterkünfte wie in der Reese, wären nicht in den 1980er Jahren in hochwertige WBG-Wohnungen umgewandelt worden. Wo ein (politischer) Wille ist, sind Mittel und Geld vorhanden.

Man weiß nicht, was verheerender ist – die Tabula-Rasa-Mentalität aufgrund vermeintlichen „öffentlichen Drucks“ oder das mehr als offensichtliche Unvermögen, das Zerstörte adäquat oder höherwertiger zu ersetzen. Gleichzeitig schafft man es nicht, Angefangenes angemessen zu Ende zu führen – Beispiel Fugger-Boulevard – oder städtebauliche Ärgernisse (Dauerbrache Kongress-Parkhaus) entschlossen und bürgernah zu beheben.

Unterdessen verrotten aufgrund amtlicher Planlosigkeit die als denkmalpflegerisches Feigenblatt gerne präsentierten wenigen verbliebenen Gebäude in der Sheridan-Kaserne – die Chapel ist abbruchreif und das denkmalgeschützte Offizierskasino zerbröselt seit 20 Jahren ungeheizt. Wenigstens die Halle 116 scheint aufgrund langjährigen bürgerschaftlichen Drucks fürs Erste gerettet und harrt der Umwandlung zum Denk- und Lernort. Diese nachgerade verheerende Stadtbaubilanz gilt es bei den anstehenden Stadtratswahlen sorgfältig zu berücksichtigen.

Darius Makischke, Augsburg

 Erinnerungskultur & Graue Energie / Reese-Areal 

Der Augsburger Nachhaltigkeitsdiskurs hat vier (anstatt wie andernorts drei) Zukunftsleitlinien: Ökologie, Wirtschaft, Soziales und Kultur. Das darauf basierende Stadtentwicklungskonzept wurde kürzlich druckfrisch vorgestellt. Beide, die Zukunftsleitlinien, wie das STEK, sind Maßgaben für die Stadtentwicklung Augsburg und sollen nicht im Regal bzw. online stehen, sondern müssen angewandt werden. 

Davon lässt die Planung auf dem Reese-Gelände jedoch wenig erahnen. Dass die aus lang vorher bearbeiteten Wettbewerben entstandene Neu-Bebauung inzwischen nicht mehr den aktuellen Erfordernissen entspricht, zeigt, dass Stadtentwicklungsprämissen ständig auf dem Prüfstand stehen müssen. Für alle geplanten Vorhaben jedoch sollten auch wegen kurzfristig entstandener Zwänge Moratorien möglich sein, also Möglichkeiten zum Umsteuern. 

„Kultur“ wurde nicht aus Jux & Spaß zur vierten Zukunftsleitlinie, sondern Projekte aller Art müssen auch auf ihre kulturellen Aspekte hin untersucht und bestmöglich optimiert werden. So auch Planungsabsichten auf den ehemaligen amerikanischen (und vormaligen reichsdeutschen) Kasernenarealen. Dort stehen Gebäude aus verschiedenen Zeiten, die Teil der zu erhaltenden Erinnerungskultur Augsburgs sind, weil positiv (US-Amerikaner) oder negativ (Nationalsozialisten) konnotiert. Der Abriss dieser Gebäude tilgt stumme Zeitzeugen und macht das Areal geschichts- und gesichtslos. 

Die inzwischen letzte übrig gebliebene Begründung, warum sie abgerissen werden sollen, besteht in der Belastung durch „Schadstoffe“. Welche diese im Detail sind, entzieht sich der Kenntnis des Autors. Klar ist aber, dass, egal, ob das Gebäude abgerissen oder saniert und umgenutzt wird, die Schadstoffe vorher entfernt und entsorgt, die Gebäude also vor Abriss oder Sanierung ggf. bis auf das Skelett „gehäutet“ werden müssen. Dieser Vorgang ist in jedem Fall erforderlich und damit kostenneutral. 

Ein weiterer Aspekt neben dem Kulturverlust durch Abriss ist der Verlust der in den Bestandsbauten steckenden „Grauen Energie“, zu welcher auch noch die weitere Energie der stattdessen neu zu errichtenden Gebäude gezählt werden muss. 

Weil der Abraxas-Solitär in reiner Wohnumgebung möglicherweise zum Fremdkörper wird, ist es angeraten, in den zu erhaltenden historischen Bauten über Nutzungen nachzudenken, die diesem Stadtteil gut tun würden, wie ein Bürgerzentrum, ein Architekturmuseum, ein Medienkunstzentrum zur Intensivierung und Verstetigung der Lab30-Kunst, eine Gemeinschaftswerkstatt, Start-Up-Büros, Studierendenwohnungen und wie bisher schon so genutzt, Künstler*Innenateliers und Musiker*Innenstudios. 

Wenn bei Schulneubauten wie zwischen Somme- und Reinöhlstraße gleich nebenan gestattet wird, riesige Flächen nur für Parkplätze zu verbraten, dann scheint der Nachverdichtungs- und Aufstockungsdruck noch nicht hoch genug zu sein. Dafür jedoch müssen „erzählende“ Gebäude bestimmt nicht weichen. Passend zur Kommunalwahl wird sich zeigen, wer genau was unter den Begriffen „konservativ“, „konservieren“ bzw. „bewahren“ versteht. 

Christian Z. Müller 

Abriss der Reese-Kaserne: Initiative kämpft um letzte Zeugnisse des amerikanischen Militärs in Augsburg
Bericht der Stadtzeitung vom 11.02.2020 zum Artikel

Bald ist es endgültig vorbei mit Augsburgs Kulturviertel auf dem Areal der ehemaligen Reese-Kaserne. Einige der letzten Gebäude, die US-amerikanische Soldaten rund 50 Jahre nach der Befreiung nutzten, sollen noch im Februar abgerissen werden. Dagegen wehrt sich allerdings auch noch „in allerletzter Sekunde“, wie es Alex Blümel von der Initiative „Augsburgs Erbe bewahren“ ausdrückt, Wiederstand.
Bereits seit Monaten versuche die Initiative im Stadtrat „Verständnis zu wecken“ für eine Neuplanung des letzten Teilareals der Reese-Kaserne, die die historischen Gebäude als Erinnerung an einen Teil der Augsburger Stadtgeschichte bewahrt. Die Initiative schickte nun erneut einen Brandbrief an Oberbürgermeister Kurt Gribl. (weiterlesen in der Stadtzeitung Augsburg, Beitrag von Laura Türk, 11.02.2020)

Dies sehen die veralteten Planungen vor:

Viele niedriggeschossige Neubau-Quader, flächenintensiv, Bestandsgebäude und historischer Exerzier-und Appellplatz  verschwinden komplett. (Bildquelle: Stadt Augsburg, zum Vergrößern bitte klicken).

Initiative kämpft für die letzte US-Kaserne Augsburgs –
BR-Bericht vom 31.01.2020 zum Artikel

Die Reese-Kaserne ist die letzte sichtbare Erinnerung an die US-Streitkräfte in Augsburg und sie soll bald schon Wohnungen weichen. Doch eine Initiative kämpft dafür, dass der Erhalt der Gebäude mit neuem Wohnraum vereinbar sein muss.
Für das letzte historische Areal der Reese-Kaserne in Augsburg sind die Bagger schon so gut wie bestellt. Dort wo jetzt noch historische Verwaltungs- und Technikgebäude stehen – die Kradhalle, Mannschaftsgebäude und die „Kantine“ – sollen schon bald Wohnblocks errichtet werden. Jetzt machen die Gegner des Bauprojekts, die für den Erhalt der letzten Erinnerung an die US-Streitkräfte kämpfen, noch einmal mobil.
Die „Initiative Augsburg bewahren“ hat einen Brandbrief an die Stadt geschrieben. Sie will das Teilareal der Kaserne mit dem historischen Exerzierplatz erhalten. „Zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung Augsburgs durch die Amerikaner will die Stadt unbeirrt das letzte Bauensemble am historischen Exerzierplatz auslöschen“, lautet die Kritik der Abrissgegner.
weiterlesen im BR-Beitrag von Barbara Leinfelder, 31.01.2020

”IT IS ALMOST LIKE WE NEVER HAVE BEEN HERE…”

Vor kurzem erreichte uns ein sehr emotionales aber auch tolles Unterstützerschreiben einer U.S. Army Friends Group. Sie haben mit großer Begeisterung und Hoffnung von unserer Initiative erfahren, die versucht den Abriss der letzten Reese Gebäude zu verhindern und für deren Erhalt kämpft. Hier einige Originalzitate. (Den Brief in ganzer Länge könnt ihr hier finden)

(…..)“Und sie sind stolz darauf, dass sie während des Kalten Krieges für den Frieden in Deutschland im Einsatz waren. Sie können deshalb nicht verstehen, warum alle Erinnerungen an diesen Teil der Geschichte Augsburg’s ausgelöscht werden sollen, als ob es etwas Negatives wäre woran sich niemand mehr erinnern will. Sie wundern sich warum kein Kasernen-Gebäude erhalten wird und in naher Zukunft nichts mehr an dieses Kapitel erinnern wird. Hier entsteht eine stadtgeschichtliche Lücke, wenn nichts mehr an diese Zeit erinnert.“ (……)

(….)“Nicht wenige sind geschockt oder traurig, dass von der Sheridan und Flak Kaserne (fast) nichts mehr übrig ist. Auch andere ehemalige markante Orte wie das abgerissene PX Einkaufszentrum (bzw. was davon noch übrig ist) werden gesucht und besucht. „One day the Christkindlmarket will be the only place that we can still visit, the only place that we remember from our past…but our former places will all be gone…. it is almost like we never have been here“, so ein betrübter Veteran bei einem kürzlich geführten Telefongespräch. „(….)

I’d be one of the first to sign a petition! Don’t want to see all of the memories of Reese Kaserne gone. I hope something is left when I visit.
(Bill B., 59 Jahre alt, in den 1980ern in Augsburg stationiert, kommt in Kürze wieder nach Augsburg um die alten Plätze zu besuchen)

Ate lunch there many times. It would be great to have here a German/American place to go to when visiting Augsburg.
(Dennis C. über die Mess Hall* auf dem Reese Gelände, stationiert in Augsburg 1987-1988)

A WWII building. Kept up in maintenance. It would make a great community building for the Germans. Plus still leave a tribute to our two nations.
(Rich J., 55 Jahre alt, über die Mess hall auf dem Reese Gelände; er war in den 1980ern in Augsburg stationiert)

Crying shame (demolishing Sheridan / Reese)
(Thomas G., 1994-1997 stationiert in Augsburg)

….The work ethic, the sacrifices we all made and survived! It’s all freedom! I believe it! But it seems like it’s moving so fast as if none of it ever even mattered…..
(Krista C., 40 Jahre; ihre Eltern waren in den 80ern hier, sie ging hier zu Schule)

Please save the building Mr Mayor. Was my mess hall 1984-1986, ate many meals there. Something like a community place or museum would be a wonderful way of preserving and honoring, the history of Americans stationed there.
(Sherrill J., sie war in den 1980ern in Augsburg stationiert)

Sad to see it go. One of the best assignments during my career.
(Terry H., in den 1970ern in Augsburg stationiert)

Keep it up, don’t destroy it, it is part of my life and my husband’s David!
(Maria D., 60 Jahre alt, Augsburgerin, heiratete Soldat, lebt in USA, kommt regelmäßig nach A.)

We were the last unit to leave Augsburg in 1998. I was actually worried that I had full accountability for all office and room keys but apparently, they weren’t ever needed again. 🙁
(Paul H; stationiert in Augsburg in den 1990ern)

*mess hall = Kantine, Speisesaal

Rettet das Reese-Areal!

 

DOWNLOAD OFFENER BRIEF

Sehr geehrte Damen und Herren des Augsburger Stadtrates,
sehr geehrte Partei- und Fraktionsmitglieder

Wir, die Initiative ´Augsburgs Erbe bewahren´, sowie weitere Akteure der Stadtgesellschaft, wenden uns mit folgendem Appell bzgl. ´Reese – Amerika in Augsburg´, an Sie. Den diesbezüglichen offenen Brief, siehe Anhang, den wir bereits vorab dem Oberbürgermeister übermittelten, bitten wir als Grundlage und Anlass zu nehmen, sich dieses Themas, nämlich Schonung des Bestands,  Form und Art der Bebauung auf der Konversionsfläche Reese-Kaserne, nochmals anzunehmen.

Wir hoffen, daß Sie sich offen für Veränderungen positiver Art zeigen, zeitgemäß und zukunftsorientiert agieren, mit Respekt, Bewusstsein und umsichtiger Verantwortung für unsere Geschichte.
Gerne möchten wir hierzu mit Ihnen ins konstruktive Gespräch kommen, bitte ermöglichen Sie uns hierfür Termine.
Es ist noch nicht zu spät für Änderungen, politisch kann dies umgesetzt werden.

»Wenn Dinge weg sind, verschwinden auch allmählich die Geschichten«

Wir appellieren an Sie, als amtierenden Oberbürgermeister, sowie die anderen Vertreter der Stadtpolitik, hier auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne ´Reese´ ein Moratorium festzulegen. Bitte vergeben Sie momentan keine Aufträge, die Abrisse und Fällungen zeitnah möglich machen, stoppen Sie eventuell bereits erteilte Aufträge bzw. setzen diese vorerst aus.
Ziel ist es im Diskurs mit Akteuren der Stadtgesellschaft einen anderen, nötigen, zeitgemäßen Umgang mit diesem prägenden Erbe der jüngeren Augsburger Stadtgeschichte zu finden, sensibel, verantwortungsvoll und angemessen.
Sanierung, Modernisierung, Umnutzung, Ergänzung- ja, selbstverständlich. Hocheffizienter,durchmischter Wohnungsbau auf Teilarealen- unbedingt. Aber MIT dem Bestand und dem historischen Platz und nicht gegen, also ohne ihn.

Warum finden wir Unterzeichner und so viele weitere Unterstützer dies so wichtig?

Augsburgs Erbe ist vielseitig und bildet eine lange Zeit ab. Ein Teil unserer Stadtgeschichte ist ´Amerika in Augsburg´ . Ebenso wie man andere Epochen noch heute in Teilen in unserem Stadtbild ablesen kann, sollte man diesen so wichtigen und prägenden Baustein, Teilstück unserer Geschichte weiterhin finden, zumindest ablesen können. Im Zuge großer Umformungen der Konversionsflächen sind bis auf dieses letzte Ensemble in der ´Reese´ nahezu alle militärischen Spuren abgerissen worden, eine letzte Handvoll von nicht zusammenhängenden Einzelgebäuden besteht noch auf den drei ehemaligen Kasernenarealen.
Im offenen Brief stehen hierzu bereits Stichpunkte, ich möchte mich nicht unnötig wiederholen.

Wir finden, daß Augsburg hier eine Verantwortung gegenüber der Geschichte, sowie vergangenen und künftigen Generationen hat.

Diese Verantwortung erstreckt sich nicht nur auf die letzten Militärbauten oder Plätze, sondern natürlich auch auf andere
Bestandsobjekte, sei es im Zusammenhang mit Textilindustriegeschichte, Nachkriegszeit und Wiederaufbau, oder vieler anderer Mosaiksteine unserer reichen Stadtgeschichte.

Damit all diese Epochen ablesbar bleiben, bedarf es eines angemessenen und sorgfältigen Umgangs mit dem Bestand.
All die heutigen Anforderungen, aber auch die künftigen, berechtigen nicht zu einem Auslöschen unserer ´Geschichtsbausteine´ sondern erzwingen im Gegenteil einen angemessenen, weitsichtigen Umgang mit diesen.

Niemand kann und will Fortschritt verweigern, Bedürfnisse von heute und morgen müssen angegangen werden und gelöst werden. Aber in den allermeisten Fällen kann man, mit umsichtiger Planung und Herangehensweise, Altes und Neues aufs Beste verbinden.

Respekt und das Bewusstsein um die eigenen Geschichte, die Möglichkeit bestimmte Zeiten und Ereignisse auch für künftige Generationen noch erfahrbar zu halten, damit auch Identifikation zu schaffen, muss Maßgabe sein für städtebauliche Entscheidungen und Weichenstellungen.

Wir wissen natürlich, daß es bereits sehr spät , die Planung fortgeschritten und der Bebauungsplan rechtskräftig ist. Aber wie
bereits an anderen Stellen des B-Plans Reesekaserne gezeigt und praktiziert, kann man sehr wohl politisch Änderungen festlegen und den B-Plan nachträglich modifizieren, neuen Erfordernissen anpassen. Bitte machen Sie hiervon auch bezüglich des Areals Gebrauch, das wir im offenen Brief benennen. Der aktuell rechtskräftige B-Plan ist aus einer Zeit, in der Augsburg
noch nicht wuchs, andere Anforderungen hatte, andere Rahmenbedingungen (Uniklinik etc.) und vermutlich auch so manche Punkte anders eingestuft wurden als heute, mehr als 15 Jahre später und unter dem Eindruck sich überschlagender neuer Erkenntnisse und Erfordernisse.

Bitte geben Sie diesem bedeutsamen Teil der jüngeren Augsburger Zeitgeschichte eine Chance in die Zukunft zu überdauern, ohne dabei moderne Notwendigkeiten auszublenden.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch und verhindern Sie Faktenschaffung durch Abriss und Fällungen. Stoppen Sie vorläufig diese Prozesse. (Bereits erteile Aufträge können doch, wenn überhaupt, auch später oder in anderer Form ausgeführt werden)
Was wären 12 – 18 Monate Verzögerung im Verhältnis zu fünf Jahrzehnten prägender und wichtiger neuerer Stadthistorie?

Hochachtungsvoll,
Alex Blümel

Hier wird Geschichte vernichtet!

Pressemeldung vom 5. Februar 2020
Reese-Kaserne: genau zum 75. Jahrestag des Endes des zweiten Weltkrieges und der Befreiung Augsburgs durch die Amerikaner, will die Stadt unbeirrt das letzte Bauensemble am historischen Exerzierplatz auslöschen. Dieses kleine Teilareal und die hier noch erhaltenen Gebäude zeugen von dem halben Jahrhundert amerikanischer Militärpräsenz und deren Verwebung und Spuren in unserer Stadtgesellschaft. Hier hätte die Stadt die Verantwortung für diesen Teil ihrer neueren Stadtgeschichte, Wertschätzung für diesen Teil ihres Erbes zu zeigen und mit einem angemessenen Umgang damit diese Aufgabe anzunehmen. Seit längerem versucht ein Kreis von Stadtakteuren, ins Gespräch mit Oberbürgermeister u.a. Vertretern der Stadt zu kommen und verfasste hierzu einen Appell für ein Moratorium bzgl. zeitnaher Abrisse. Aber die Politik stellt sich taub und ermöglich weder eine Kommunikation hierüber, noch setzt sie die Akteure in Kenntnis über die begonnene Ausschreibung zum Abriss.
 
Durch ein starres Festhalten an veralteten Planungen werden hier zudem die Chancen vergeben, auf eine zeitgemäße und zukunftsorienterte Gestaltung des Teilareals, auch Möglichkeiten einer besseren wirtschaftlichen Verwertung mit zudem höheren städtebaulichen Qualitäten. Die Stadtpolitiker hätten es rechtlich in der Hand, den B-Plan jederzeit abzuändern. Wenn der Auftrag zum Abriss nicht vergeben wird, aktuell insbesondere der Kantine und der Kradhalle, könnte der neu gewählte Stadtrat auf zeitgemäße Erfordernisse eingehen und die Planungen abändern.
Für den Erhalt des verbleibenden Reese-Areals!

Die Stadtregierung muss JETZT eingreifen,
um Augsburgs letztes Militärensemble
aus dem 20. Jahrhundert zu retten!
DOWNLOAD OFFENER BRIEF

Wir suchen engagierte Mitstreiter*innen,
um wertvolle Stadtgeschichte zu erhalten.
Kontakt: hallo@gaertnerhaus-im-park.de

DOWNLOAD INFOBLATT

#erhaltenswert

Denkbares Konzept für Sanierung von Bestand und Aufwertung des Quartiersplatzes:  unabhängig von einer hoffentlich möglichen künftigen Nutzung der ehemaligen Kantine wird hier deutlich, wie man ortsprägenden historischen Bestand qualitativ und identitätsstiftend in ein modernes Neubauquartier integrieren könnte und sollte. Der zu entsiegelnde Appellplatz mit seinen prächtigen Kastanienbaumreihen auf drei Seiten kann zum Herz des neuen Quartiers werden. Zusammen mit dem noch erhaltenen Gebäudeensemble der ehemaligen Reese-Kaserne, die nicht nur jahrzehntelang amerikanischer Militär-und Verwaltungsstandort war sondern auch Heimat der University of Maryland könnte hier auf kleinem Areal Geschichte mit Zukunft, Altes mit Modernem verschmelzen. Die historischen Gebäude geben dem Areal eine »Lesbarkeit der Vergangenheit«, erinnern an ein bedeutsames Stück Augsburger Stadtgeschichte und ermöglichen eine unverwechselbare lokale Besonderheit sowie städtebauliche Qualität. (Idee: Blümel, Foto/Montage: Vodermayer).

Stefanie Zach
Studiengang: Energieeffizientes Design
Bachelorabgabe 2020 Thema:
Climastadt – Entwurf der Bahnhofstrasse Augsburg

So könnte es auch aussehen…

Statt vieler niedriggeschossiger Quader könnte sich hier ansprechender Geschoßwohnungsbau harmonisch neben dem Park anfügen. Effizient, flächensparend, durchmischt und, wie im Beispiel, auch begrünt. Dieser Entwurf wurde nicht für das Reeseareal erstellt, daher auch die im EG geplanten Geschäfte, fiel uns aber bei einer Ausstellung ins Auge und die Urheberin erlaubte uns freundlicherweise, den Entwurf einzustellen. Es soll nur ein Beispiel sein, dutzende andere wären vorstellbar, u.a. auch hochgeschossiger Holzbau wie europaweit immer öfter von Spitzenarchitekten umgesetzt, um zu zeigen, wie man kompakt, aber auch anspruchsvoll, zeitgemäß und zukunftsorientiert, höhergeschossig bauen könnte. Dadurch mittels Flächeneinsparungen den Bestand schonen kann, aber auch zeitgemäße Erfordernisse berücksichtigt.
#Ressourcenschonen #verbauteGraueEnergie #urbanesBauen #Innovationen #endlicherFaktorBoden #zeitgemäßbauen #Durchmischung #Aufwertung #Wohnqualität #Lebensqualität #nachhaltigerUmgang #Bestandsschutz

Kommt Euch das bekannt vor?

So kann es aussehen, wenn nicht alles abgerissen wird.
Die Kasernengebäude auf den Bildern stehen leider in Neu-Ulm und nicht in Augsburg.
#wileybarracks #nelsonbarracks #erhaltstattabriss #neunutzung

! ! ! VERSCHOBEN ! ! !
GRÜN KAPUTT –
Fotowettbewerb + Ausstellung

Wie steht’s um die Landschaft und Gärten der Deutschen?
Die Baum-Allianz Augsburg e.V. und die Werkstattgalerie Krüggling
laden herzlich ein zum Fotowettbewerb
und zur Ausstellung

 ! ! ! verschoben wegen Katastrophenfall in Bayern ! ! !

 

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Freundeskreis Gärtnerhaus im Park

vertr. d. Irene Kuhn
hallo@gaertnerhaus-im-park.de

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