IM UMBRUCH

Bau-Fortschritt im Park ohne Gärtnerhaus, Baumverlust am Herrenbach (Fotos: Freundeskreis Gärtnerhaus im Park)

Fällung der ersten 34 von über 96 Bäumen am Herrenbach kurzfristig angeordnet
und durchgeführt!
Nun gibt es die Petition zum Fällstopp:

„Am Dienstag, 29. Mai 2018 wurde damit begonnen, am idyllischen Augsburger Herrenbachkanal 96, zum größten Teil gesunde und über 50 Jahre alte Bäume, zu fällen.

Entgegen der Ankündigung, im Herbst 2018 damit zu beginnen, sollten die ersten 34 Bäume kurzfristig schon jetzt während der Vogelbrutzeit gefällt werden. Dazu wurde eine Genehmigung der Regierung von Schwaben eingeholt. Von der Ankündigung der vorfristigen Fällung bis zu ihrem tatsächlichen Beginn vergingen nur ein paar Tage – die Öffentlichkeit wurde überrumpelt.

Die ersten 20 Bäume sind nun gefällt. (Stand Donnerstag, 31. Mai). Morgen wird es weitergehen.

Wir fordern einen sofortigen Stopp der Abholzung, damit alle Beteiligten Zeit bekommen, über sinnvolle Alternativen nachzudenken und einen demokratischen Prozess mit Bürgerbeteiligung zu starten.

Begründung

Der Beschluss, mit der Abholzung unverzüglich – und nicht erst, wie ursprünglich geplant, im Herbst 2018 zu beginnen – wurde durch Oberbürgermeister Kurt Gribl erlassen. Er verhinderte dadurch einen demokratischen Prozess. Er gab „Gefahr in Verzug“ als Begründung für den sofortigen Beginn des Abholzens an: Die Bäume könnten durch einen Sturm umfallen, ein Loch in die Betonwand des Kanals reißen und zu einer Überschwemmung des angrenzenden Gebiets führen.

Die Bäume stehen seit Jahrzehnten am Kanal und dieser „worst case“ ist nie vorgekommen. Weshalb also plötzlich diese Eile? Weshalb werden mit uns betroffenen Bürgern keine alternativen Ideen zur Sicherung vor Überschwemmung erörtert?

Bei der Veranstaltung, bei der die Bürger über die Fällaktionen informiert werden sollten, kamen viele Vorschläge dazu auf den Tisch. Da aber die Entscheidung, die Bäume abzuholzen, schon gefallen war und am nächsten Morgen damit begonnen werden sollte, war keine Einflussnahme mehr möglich. Die kurzfristig organisierte Blockade der Fällaktion mit ca. 50 Bürgern konnte die Bäume leider nicht retten. Der Wille der Bürger, ihr geschätztes Naherholungsjuwel am Herrenbach zu erhalten, wurde durch das von der Verwaltung fabrizierte Schreckensszenario übergangen.

Erwähnt werden muss auch, dass die Veranstaltung, bei der die Bürger über die Fällaktionen informiert werden sollten, erst am Abend vor dem Beginn der Fällungen stattfand! Der Regierungssprecher eröffnete mit den Worten: „Es soll nicht über das Ob, sondern über das Weshalb der Fällungen diskutiert werden.“ 200 wütende Bürger buhten die anwesenden Vertreter der Stadt lautstark aus.

Mit dieser Petition möchten wir die zerstörerische Angst-Dynamik der Fällaktion beenden und einen Raum schaffen für die vernünftige Entwicklung von Alternativen zum Schutz der Anwohner vor Hochwasser unter Berücksichtigung der emotionalen Bindung der Bürger an ihren Lebensraum.“

 

(Susanne Altmann, Augsburg)

 

 

Ja, wir wissen es!“

Das Gärtnerhaus ist abgerissen! Das Heizhaus mit den Treibhäusern auch!

Schrecklich und bedauernswert, dass dies trotz so vieler Proteste und entgegen unzähliger Bürger gemacht wurde, die sich so sehr einen Erhalt dieses kleinen Juwels für uns und künftige Generationen und dessen Einbindung in das neue Wohnquartier gewünscht hätten.

Warum hören wir jetzt nicht einfach auf?
Weil wir uns weiter u.a. mit dem Bund Naturschutz dafür einsetzen, dass diese Arten- und Biotopschutzfläche nicht unnötig stark reduziert wird, weil wir möchten, dass im Textilviertel weiter ein alter historischer Park in größtmöglichem Umfang bestehen bleibt, weil wir möchten, daß mehr Natur erhalten bleibt, als ein Stückchen Wald mit einem Weg durch und hausmeistergepflegte Grünflächen zwischen oder an Neubauten.
Auch einige noch vorhandene schöne, von der Geschichte des Areals zeugende, Bestandsgebäude sollten erhalten werden, statt für Neubauten mit Flachdächern zu weichen! Altes bewahren und Neues hinzufügen!

Weil wir möchten, daß man aus genannten Gründen Alternativplanungen eine Chance gibt, überdacht zu werden. Hierzu könnt Ihr einige Bilder auf unseren Seiten sehen, wie es mit anderer Bauplanung aussehen könnte. dies sind nur drei Möglichkeiten von Dutzenden.

Wir wünschen uns die Offenheit, die vorgesehene und durch Stadtratsbeschluss rechtskräftige Bebauung zu überdenken. Ein Bauherr kann immer noch von seinen eigenen Planungen abweichen und umändern. Kein Gesetz würde ihn daran hindern.

Im Sinne von Nachhaltigkeit, Innovation, fantasievollem Bauen, Mut zu Visionen, zukunftsorientiert,
an den Bedürfnissen von morgen und übermorgen ausgerichtet!!

(A.B.) Freundeskreis Gärtnerhaus im Park

Stellungnahme des Bund Naturschutz, Ortsgruppe Augsburg e.V
vom 02.08.2016

Stadtratssitzung am 28.7.2016 oder
Öffentlichkeitsbeteiligung als Alibi-Veranstaltung
Bebauungsplan Nr 461 „Südlich der Nagahama-Allee“

Unter dem TOP 24 wurde über die Bebauung im Martini-Park abgestimmt.
Mit Ausnahme der Ausschussgemeinschaft aus Freien Wählern, ÖDP, die Linken und Polit-WG haben alle Parteien dem Bebauungsplan ohne Änderungswünsche zugestimmt. Von Seiten des Baureferenten wurde in der Sitzung auch auf die Einwände des BN eingegangen.

Dabei wurde ins Feld geführt, dass der Planungsprozess nun schon zwei Jahre dauert und da hätte sich der BN eben früher melden müssen.
Die Einwendungen des BN im offiziellen Beteiligungsverfahren wurden aber fristgerecht eingereicht!

Wenn das nicht rechtzeitig ist, dann ist die Öffentlichkeitsbeteiligung des Stadtplanungsamtes sinnlos. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist eine lästige gesetzliche Pflicht, die Stadt hat aber nicht die Absicht, einen Strich an der Planung zu verändern.

Nein, dieser Bebauungsplan fiel nicht vom Himmel. Schon im September 2014 hat der BN darauf hingewiesen, dass die Bebauung weiter vom Baumbestand wegrücken solle. Das hat die Stadtplanung nicht davon abgehalten, eine Tiefgarage im Wurzelbereich von 2 großen Bäumen als unproblematisch einzustufen. Die Fa Martini wird sich verpflichten, diese Tiefgarage „wurzelschonend“ zu verwirklichen, hieß es im Bauausschuss. Wer glaubt nach der Fällung der Bäume in Göggingen ernsthaft, dass Bauarbeiten im Wurzelbereich kein großes Risko für Bäume darstellen?

Wir vom Bund Naturschutz hätten uns gewünscht, dass die Befürworter des Projektes sachliche Argumente angeführt hätten. Der einstmals große Martini-Park wird als Mini-Park erhalten – und die Stadt lobt sich dafür. Eine ehrliche Diskussion um den Wert eines historischen Ensembles mit wertvoller, innerstädtischer Grünfläche sähe anders aus.

Der Bund Naturschutz setzt sich ein für eine lebenswerte Stadt, mit Phantasie, Kreativität, Artenvielfalt, sauberer Luft, Aufenthaltsqualität und gutem sozialem Miteinander.

DENKORT HALLE 116
Einspruchsfrist gegen Überplanung
nur noch bis Freitag 21. September!

Helft den Denkort erhalten, schickt dem Stadtplanungsamt Eure Stellungnahme! Zum Formular geht’s hier: https://formular-service.augsburg.de/intelliform/forms/stadt_augsburg/extern/610/extern/610/stellungnahme_beteiligung_7/index

So können Sie uns unterstützen:

• Besuchen Sie unsere Infoveranstaltungen,

• informieren Sie Freunde und Bekannte,

• kontaktieren Sie Ihren Stadtrat, den OB oder uns.

Ihr persönlicher Einsatz trägt zu einem schönen, für uns alle lebenswerten Augsburg bei.

Freundeskreis Gärtnerhaus im Park

vertr. d. Irene Kuhn
hallo@gaertnerhaus-im-park.de

Mehr Info bei unseren Partnern

BUND Naturschutz
in Bayern e.V.

Ortsgruppe Augsburg
Tel. 0821 / 3 76 95
bn-augsburg.de

Fachforum Nachhaltige
Stadtentwicklung

nachhaltigkeit.augsburg.de

Bürgeraktion Pfersee
pfersee.de